Marion C. Winter - Soja aus der Region

...die Macherin

Landwirtschaft stärken – das ist das Ziel

Marion C.Winter ist eine Macherin. Probleme erkennen und lösen, das ist ihr Ding. Ohne viel drumherumzureden. „Ich fokussiere einfach gerne, konzentriere mich auf das Wesentliche und finde neue Wege. Für die Menschen, die mich umgeben.“ Der Punkt auf ihrer Stirn, das dritte Auge, das schon vor Jahrzehnten zu ihrem Markenzeichen geworden ist, deutet darauf hin. Marion mag klare Gedanken.
Eigentlich ist sie gelernte Bänkerin. Aber das reichte nicht: „Ich musste etwas sinnvolles finden, das mit erfüllt.“ Zuerst suchte sie das im Management verschiedener Firmen. Dann trat Lutz in ihre Leben, vor 26 Jahren. Und mit der großen Liebe kam das Interesse für seine Leidenschaft: Die Landwirtschaft. Lutz ist Veterinäringenieur. Die beiden ließen sich auf einem idyllisch gelegenen Hof in Arnstorf nieder. Die kleine Tochter Sinaih sollte auf dem Land aufwachsen und auch Marion und Lutz brauchten viel Platz: Marion gründete die Firma Agrel, sie richteten ein Labor ein und tun hier, was sie gut können: Probleme lösen. „Wir haben da ein ganz anderes Konzept als mancher Konzern. Wir wollen den Leuten nicht irgendetwas andrehen, sondern genau das Produkt, das ihnen in ihrer Lage 100-prozentig weiterhilft. Deshalb bleibt das Kernteam immer klein, bei der Entwicklung wird das Netzwerk aus Experten vieler Fachrichtungen dazu geholt. Ein Beispiel für diese Art des Arbeitens ist das Wildschweinvergrämungsmittel. Auf Versuchsflächen für ein anderes Projekt gab es so viele Schäden durch Schwarzwild, dass schnell entschieden wurde: „Wir müssen erst einmal diese Herausforderung meistern, bevor es weitergehen kann.“ Was dabei herauskam, ist ein biologisches Mittel, das in Form von Pellets am Acker ausgestreut werden kann. Die Kunden sind begeistert.
„Ziel meiner Firma ist es nicht nur, die Biobauern zu stärken, ich will konventionelle Landwirtschaft mit unseren Entwicklungen nachhaltiger gestalten und auch regionaler. Der eigene Eiweißanbau hat sich zu einem Hauptthema entwickelt für Marion.
„Soja ist die wertvollste Eiweißpflanze, die hier viel zu wenig genutzt wurde. Statt zu selbst anzubauen, wird aus Südamerika importiert, was auf vielen Ebenen einfach nur schlecht ist. Katastrophal für das Klima, unsicher durch Gentechnik und es macht den Landwirt abhängig vom Weltmarkt.”

Sojaanbau regional? Unabhängigkeit für Landwirte!

Deshalb arbeitet Marion mit einer österreichischen Firma zusammen, die den Sojatoaster entwickelt hat, ein Gerät, das vor Ort das Eiweißfutter thermisch so behandelt, dass es als Futtermittel verträglich ist. „Wir wollen damit die regionale Landwirtschaft stärken, möchten helfen, ein Netzwerk aufzubauen, damit jeder Bauer selbst toasten kann oder eine Anlage in der Nähe hat. Die Regionalvermarktung wird ein immer größeres Thema und es ist entscheidend, dass man nachweisen kann, dass das Kraftfutter selbst angebaut wurde. Das gibt auch den Kunden ein gutes Gefühl.“
Marion stammt aus Niedersachsen, Lutz aus Sachsen. „Die Preußin und der Ossi, das war am Anfang schon schwierig, hier in Niederbayern Fuß zu fassen. Aber es hat geklappt und wir sind hier richtig glücklich.“ Das Gefühl von Heimat, dass Marion vor vielen Jahren überkommen hatte, als sie ihren damals noch verfallenen Hof zum ersten Mal sah, das war echt. „Wir sind hier daheim und das ist ein gutes Gefühl.“
Die HeimatUnternehmer sind für Marion eine Möglichkeit, die Herausforderungen als Geschäftsfrau auf dem Land zu besprechen und spannende Menschen kennenzulernen. Das ist ja nicht immer ganz einfach. Aber es geht um noch mehr. Gute Beziehungen, ein starkes Netzwerk und gemeinsame Projekte. So sieht das Netzwerk aus, in dem Marion sich wohl fühlt.

Ohne stärkende Beziehungen ist alles nichts!

#machsnedaloa, das ist mehr als ein Werbegag

 

Nein, #machsnedaloa ist ein Eingeständnis, dass wir Menschen um uns brauchen, die uns wohlgesonnen sind, ein offenes Ohr haben, Menschen, die uns zuhören und unterstützen, Menschen, die dafür sorgen, dass die Freude am Tun erhalten bleibt.

 

 

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